Seit 2011 inszeniere ich für unterschiedliche Zielgruppen. Dabei arbeite ich stets mit den Mitteln des Puppenspiels, zeitgemäßen Technologien und verbinde verschiedene Disziplinen aus Kunst und Theater. Schauspielende, Puppen, Masken und Technik stehen gleichberechtigt nebeneinander. Ich liebe den englischen Begriff für das Regie-Führen: DirectingDas Kunstwerk braucht immer eine Richtung und im Prozess gibt sie dem ganzen Team eine Struktur.

Since 2011, I have been directing productions for different audiences. I always work with the means of puppetry, contemporary technologies, and combining disciplines across the fields of art and theatre. Actors, puppets, masks and technology stand side by side on an equal footing. I love the English term for directing.  Artwork always needs a direction and for the process it gives structure to the whole team.


SIE - Szenen des Unbehagens

 

 

Theater Koblenz

Premiere 20.2.2026  UA

Fotos: Matthias Baus

Der lange verschollene Roman "Sie" von 1977, geschrieben von Kay Dick, erzählt episodisch von einer Gesellschaft, in der jede Kunst von einer anonymen Masse gewaltsam verhindert wird. "Ein gespenstisch hellsichtiger Text", schreibt Margaret Atwood über dystopische Literaturvorlage aus der Ivana Sajević eine Fassung für das Theater Koblenz erarbeitete. Vielgestaltige Mittel der Puppenspielkunst  fließen  in dieser Gothic Novel zusammen.

PRESSESTIMMEN

 

"Am Theater Koblenz inszeniert Ivana Sajević den rätselhaften Text als Puppenspiel in mehreren Dimensionen, kreiert magisch-düstere Atmosphären wie in einer Gothic Novel. Alle Figuren, Schauplätze und Perspektiven existieren hier in verschiedenen Größen und Ebenen, verwirrend und traumschön schichten sich die Szenenbilder über- und hintereinander." (Dorothea Marcus für die Fidena Kritik, Theater Koblenz: Sie - Szenen des Unbehagens, 11.3.2026)

 

"Dass ausgerechnet die Sparte Puppentheater diesen Stoff übernimmt, überrascht zumindest in Koblenz wohl kaum jemanden mehr. In der Regie von Ivana Sajević, die bei der Koblenzer Puppentheatersparte bereits 2024 mit "Verbrechen" ihre stilistische Bandbreite bewies, entsteht ein Abend von bemerkenswerter Vielgestaltigkeit." (Claus Ambrosius für die Rhein-Zeitung, 25.2.2026)

 

"Nein, dies ist kein Stück, das einen kalt lässt. Keine Wohlfühlvorstellung mit Kasperle und Co. Umso mehr ein Grund, sich das Stück anzusehen: Kultur darf nicht sterben, Kunst darf nicht abhängig sein vom Wohlwollen der Machthabenden, die nach Wirtschaftlichkeit rufen. Wir sehen täglich um uns herum, wie Politiker:innen Sätze äußern, die wir noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten hätten. Doch wenn Veränderung im Negativen möglich ist, muss sie doch auch im Positiven geschehen können, oder etwa nicht? Wie lange kann man gegenhalten, wie lange dauert es, bis alle um einen herum eingeknickt sind? Wie lange, bis ich aufgebe?" (Gesa Füßle für Theaterblog Koblenz Kay Dick: Sie, 19.2.2026)


Arschbombe Verboten

 

 

Tjg Dresden

Premiere 12.4.2025 UA

Fotos: Klaus Gigga

In der zweiten Geschichte von der lahmen Ente und dem blinden Huhn von Ulrich Hub sind die beiden eigentlich allerbeste Freunde.  Doch wie weit geht man mit der eigenen Freundschaft, wenn man sich auch bei anderen beliebt machen will? Wenn die Gruppe, zu der man dazugehören möchte nur Enten akzeptiert? Die beiden gehen durch Phasen der Verleugnung, Streit, Wunsch nach Autonomie und Selbstüberschätzung um am Ende festzustellen, dass auch daran ihre Freundschaft gewachsen ist.


Verbrechen

 

 

Theater Koblenz

Premiere 23.2.2024 

Fotos: Arek Głębocki

Mit Verbrechen präsentiert das Theater Koblenz unsere aufsehenerregende Puppentheaterinszenierung basierend auf dem gleichnamigen Beststeller von Ferdinand von Schirach. Die 4 Kurzgeschichten, darunter auch eine aus dem Band Schuld, beruhen auf laut dem Autor auf wahren Begebenheiten. Er beschreibt aus seiner Tätigkeit als Jurist Kriminalgeschichten: provokative, dramatische und außergewöhnliche Verbrechen. In unserer Inszenierung sehen sie Fähner, Das Cello, Tanatas Teeschale und Der Schlüssel.

PRESSESTIMMEN

 

"Es gehört zur immer wieder verblüffenden Macht des Puppenspiels, dass man nach wenigen Augenblicken als Zuschauer nicht nur auf die Puppen fokussiert ist, sondern ihnen auch jegliche Interaktion als glaubwürdig im Sinne der Bühnenillusion abnimmt: Sei es im Zusammenspiel sehr unterschiedlich großer und verschiedenartiger Puppen, aber auch im Dialog mit Schauspielern. Und das sogar dann, wenn es etwa um Kussszenen zwischen Mensch und Puppe geht.

Diese ganz besondere Kraft des Puppenspiels prädestiniert es auch, wie diese von der Regisseurin mit vielen Kniffs und Details ausgestattete Inszenierung zeigt, für das Thrillergenre." (Claus Ambrosius für die Rhein-Zeitung, 26.2.2024)

 

Das, was in dieser Aufführung passiert, ist eine genau getaktete Choreografie der Bühnenkunst, und selbst wenn man mit Kriminalgeschichten wenig anfangen kann, selbst wenn man von Moralismus abgestoßen ist, und selbst wenn man sich von abgetrennten Körperteilen gar nicht begeistern lässt, dann ist dieser Abend schon alleine wegen der Perfektion der Choreografie ein Vergnügen." (Falk Schreiber für Theaterblog Koblenz Verbrechen - Moral auf der Nachtseite der Gesellschaft, 20.2.2024)